SYSTEMATISCHE KLASSISCHE HOMÖOPATHIE
Die klassische Homöopathie geht auf ihren Begründer Samuel Hahnemann (1755-1843) zurück. Dieser entdeckte ein neues Heilverfahren, bei dem ein Heilmittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip "Similia similibus curentur" ausgewählt wird. Dies bedeutet, dass ein homöopathisches Heilmittel, das am Gesunden im Rahmen einer sogenannten Arzneimittelprüfung (AMP) spezifische Krankheitssymptome hervorruft, an einem Patienten, der an ähnlichen spezifischen Krankheitssymptomen leidet, diese zur Ausheilung bringen kann, indem die "verstimmte Lebensenergie" wieder harmonisiert wird.
Damit homöopathische Heilmittel ihre Wirkung im Patienten überhaupt entfalten können, werden sie in einem aufwendigen Potenzierungsprozess durch Verdünnung und Verschüttelung aus sogenannten Ursubstanzen des Mineral-, Pflanzen- und Tierreichs hergestellt. Dabei werden die Informationen der Ursubstanz auf den Trägerstoff (Alkohol, Wasser, Milchzucker) übertragen und verstärkt.
Höherpotenzierte homöopathische Medikamente wirken nicht wie Allopathika auf der biochemischen, pharmakologischen Ebene, sondern über physikalische Schwingungsmuster, an deren Erforschung derzeit verschiedene Wissenschaftler aus dem Bereich der Quantenphysik arbeiten.
Am Institut für Pharmazie, Pharmakologie für Naturwissenschaftler der Universität Leipzig konnte kürzlich an einem in-vitro Testmodell nachgewiesen werden, dass potenzierte homöopathische Verdünnungen von Belladonna eine signifikante Wirkung auf die Kontraktionen glattmuskulärer Präparate des Magens und des Ileums der Ratte haben (Schmidt F, Süß WG, Nieber K. In-vitro Testung von homöopathischen Verdünnungen, Biologische Medizin, Heft 1, Febr. 2004)
Basis der homöopathischen Behandlung ist die homöopathische Erstanamnese, eine tiefgehende Befragung des Patienten über seine subjektiven Beschwerden und seine Befindlichkeit, die mindestens 2 Stunden dauert.
Die dabei erhobenen Daten werden genau analysiert und mit der homöopathischen Literatur, die derzeit ca. 1000 Werke umfasst, abgeglichen, um dann aus ca. 10.000 verfügbaren Heilmitteln das für den Patienten geeignete herauszufinden. Dieses Vorgehen wird heute durch umfassende Computerprogramme erleichtert.
Um sicher zu sein, dass das entsprechende Heilmittel für den betreffenden Patienten entsprechend der Ähnlichkeitsregel gut passt, wird das Mittel am Patienten auf Resonanz getestet.
Bei sachgemäßer Anwendung haben homöopathische Mittel im Gegensatz zu allopathischen Pharmaka keine unerwünschten Wirkungen (Nebenwirkungen), da sie nicht auf der biochemischen Ebene arbeiten. Sie sind aus diesem Grund auch durchaus kombinierbar mit einer pharmakologischen Medikation.
Die Systematische klassische Homöopathie ist eine Erweiterung und Vertiefung der klassischen Homöopathie einerseits durch eine naturwissenschaftlich begründete Systematisierung der homöopathischen Mittel in Bezug auf ihre Familien- und Reich-Zugehörigkeit und andererseits durch eine Systematisierung der homöopathischen Anamnese.
Erfahrungen begabter Homöopathen haben während der letzten 10 Jahre gezeigt, dass viele Menschen ein tiefes intuitives, zunächst jedoch unbewußtes Wissen über ihr Heilmittel haben, das während der homöopathischen Anamnese, gelegentlich auch erst im Prozess der homöopathischen Behandlung, Schritt für Schritt freigelegt werden kann und sehr hilfreich ist, die genaue Quelle ihres Mittels zu finden. Die Kunst des geübten Homöopathen besteht also darin, vor dem Hintergrund einer umfangreichen Kenntnis der homöopathischen Weltliteratur, dem Patienten Raum zu geben dieses innere Wissen zu entdecken.
